Website-Wissen

Seitenstruktur für Gründer:innen: Welche Seiten deine Website wirklich braucht

Welche Seiten eine erste Website wirklich braucht, was optional ist und wie eine sinnvolle Navigation aussieht. Minimum vs. Wunschliste.

Website-Strategie & Planung 5 Minuten Lesezeit
Von Julia Wirnsberger

Auf einen Blick

Eine der häufigsten Fragen beim Aufbau einer ersten Website lautet: Was gehört da überhaupt rauf? Viele Gründer:innen denken, sie brauchen ein riesiges Menü mit zehn Unterseiten, bevor sie starten können. Das Gegenteil ist richtig. Weniger ist mehr – wenn es richtig strukturiert ist.

Eine der häufigsten Fragen beim Aufbau einer ersten Website lautet: Was gehört da überhaupt rauf? Viele Gründer:innen denken, sie brauchen ein riesiges Menü mit zehn Unterseiten, bevor sie starten können. Das Gegenteil ist richtig. Weniger ist mehr – wenn es richtig strukturiert ist.

Die drei Kernaufgaben deiner Website

Bevor wir über einzelne Seiten sprechen, lass uns über Ziele sprechen. Deine Website als Selbstständige:r hat im Grunde drei Aufgaben:

  1. Vertrauen aufbauen – Wer bist du, was machst du, warum sollte jemand dir glauben?
  2. Das Angebot klar machen – Was bekommt jemand, wenn sie mit dir arbeitet?
  3. Den nächsten Schritt ermöglichen – Was sollen Besucher:innen tun?

Jede Seite deiner Website sollte mindestens eine dieser drei Aufgaben erfüllen. Wenn eine Seite das nicht tut, braucht sie wahrscheinlich niemand.

Das Minimum: Was du wirklich brauchst

Für die meisten Gründer:innen im Dienstleistungsbereich reichen fünf Seiten vollkommen aus – zumindest am Anfang:

Startseite (Home)

Deine wichtigste Seite. Hier entscheiden Besucher:innen innerhalb von Sekunden, ob sie bleiben. Die Startseite beantwortet drei Fragen:

  • Was machst du?
  • Für wen?
  • Was ist der nächste Schritt?

Eine starke Headline, ein kurzer Erklärabsatz und ein klarer Call-to-Action reichen für den Einstieg.

Über mich / Über uns

Menschen kaufen von Menschen. Diese Seite ist deine Chance zu zeigen, wer hinter dem Angebot steckt. Nicht als Lebenslauf – sondern als Geschichte: Warum machst du das? Was treibt dich an? Was macht dich zu der richtigen Person für genau dieses Problem?

Angebote / Leistungen

Hier beschreibst du, was du anbietest – klar, verständlich, aus der Perspektive deiner Kund:innen. Nicht was du tust, sondern was sie bekommen. Am besten eine Seite pro Hauptangebot, wenn du mehrere hast.

Kontakt

So einfach wie möglich. Ein Kontaktformular, eine E-Mail-Adresse, vielleicht ein Link zu deinem Kalender für ein Erstgespräch. Keine Hürden.

Impressum & Datenschutz

Pflicht – und kein Platz für Kreativität. Nutze einen Generator, lass einen Anwalt drüberschauen und halte es aktuell.

Optional: Was wann sinnvoll ist

Sobald du erste Kund:innen hast und weißt, was gut funktioniert, kannst du ergänzen:

Blog / Magazin – Wenn du regelmäßig schreibst und damit Sichtbarkeit aufbauen willst. Nicht sinnvoll, wenn du keinen Plan hast, es aktuell zu halten.

Referenzen / Case Studies – Sobald du Ergebnisse vorweisen kannst. Vorher: Ein gutes Zitat auf der Startseite reicht.

FAQ – Wenn du immer wieder dieselben Fragen bekommst. Spare dir und deinen potenziellen Kund:innen Zeit.

Newsletter-Anmeldung – Wenn du eine Liste aufbauen willst. Setze das früh auf – auch wenn du noch keine große Reichweite hast.

Was du weglassen solltest

Einige Seiten, die viele Websites haben, bringen wenig:

  • Neuigkeiten / News – Außer du bist ein Unternehmen mit echten News. Ein Blog funktioniert besser.
  • Team-Seite mit einer Person – Du bist das Team. Das gehört auf die Über-Mich-Seite.
  • Partner / Logos – Oft mehr Ablenkung als Vertrauensbeweis.
  • Karriere – Erst wenn du wirklich einstellen willst.

Deine Hauptnavigation sollte maximal fünf bis sechs Punkte haben. Alles, was mehr ist, überfordert und verwirrt. Teste deine Navigation mit einer einfachen Frage: Wenn jemand auf eine Seite meiner Website kommt und nicht weiß, wer ich bin – findet er in 30 Sekunden heraus, was ich mache und wie er mit mir in Kontakt kommt?

Die Reihenfolge beim Aufbau

Empfehlenswerte Reihenfolge für deinen Website-Aufbau:

  1. Startseite (erste Version)
  2. Kontakt
  3. Impressum & Datenschutz
  4. Angebote / Leistungen
  5. Über mich
  6. Dann alles andere

Warum? Weil du mit diesen fünf Seiten live gehen kannst. Alles andere kommt danach – wenn du echtes Feedback hast und weißt, was deine Besucher:innen wirklich interessiert.

Struktur mit KI planen

KI ist hervorragend geeignet, um deine Seitenstruktur zu planen. Du kannst zum Beispiel schreiben:

„Ich bin Ernährungsberaterin und biete Online-Einzelcoaching für Frauen mit Hashimoto an. Welche Seiten sollte meine erste Website haben? Was gehört auf jede Seite?”

Du bekommst eine strukturierte Empfehlung – und kannst dann nachhaken, verfeinern und anpassen. Das spart Stunden gegenüber dem Versuch, alles selbst von Grund auf zu durchdenken.

Du möchtest nicht nur wissen, welche Seiten du brauchst, sondern auch wie du sie baust – mit KI, ohne Code, ohne Agentur? Das zeige ich dir Schritt für Schritt im kostenlosen Video: Jetzt kostenloses Training ansehen

Zusammenfassung

  • Eine gute Seitenstruktur führt Besucher:innen ohne Umwege durch dein Angebot.
  • Für den Start reichen meist wenige, klare Seiten statt einer überladenen Navigation.
  • Die Struktur sollte zuerst Orientierung schaffen und dann zur passenden Handlung führen.

Autorin

Julia Wirnsberger

Julia entwickelt mit GoCreateYourWebsite.com und EasyFlow 2.0 klare Prozesse für Selbstständige und Gründer:innen, die ihre Website selbst aufbauen wollen. Ihr Fokus liegt auf Strategie, verständlichen Website-Texten, moderner KI-Unterstützung und machbarer Umsetzung. EasyFlow 2.0 ansehen

Julia Wirnsberger von gocreate

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